Marianne Brandt, die erste Frau in der Metallwerkstatt des Bauhauses unter László Moholy-Nagy, verwandelte Alltagsgegenstände in moderne Ikonen. Ihre Entwürfe reduzierten Formen auf das Wesentliche – Geometrie, Funktion und Materialehrlichkeit.
Diese Teekanne, entworfen im Jahr 1924, verkörpert genau diesen Ansatz. Aus Sterlingsilber (925/1000) mit Ebenholzakzenten gefertigt, vereint sie Kreis, Kugel und Quadrat – die elementaren Bauhaus-Formen. Der gebogene Griff bleibt kühl, der Deckel ist beim Ausgießen ausbalanciert, die Proportionen vermitteln Ruhe und Logik.
Jedes Element hat eine Funktion. Nichts ist bloße Zierde. Das Ergebnis ist nicht nur ein Meisterwerk der Form, sondern eine funktionale Skulptur – ein Symbol dafür, wie Design das Leben vereinfachen kann, ohne die Seele zu verlieren.
Heute befindet sich die Teekanne in bedeutenden Museumssammlungen, darunter das Museum of Modern Art in New York, und gilt als eines der meist-reproduzierten Bauhaus-Objekte weltweit. Jede autorisierte Reproduktion folgt derselben präzisen Geometrie, die einst die Bauhaus-Werkstatt in Dessau prägte.
Weitere Informationen zu Marianne Brandt und den Metallarbeiten des Bauhauses finden sich in anerkannten Museumspublikationen und Archiven.